1. Was ist soziale Kompetenz

Unter sozialer Kompetenz versteht man Fähigkeiten, die zunächst nichts mit fachlichen Kenntnissen zu tun haben. Dazu zählen Persönlichkeitsmerkmale wie Selbstvertrauen, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft, Kritikfähigkeit, Höflichkeit, Freundlichkeit, Pünktlichkeit, Toleranz und Respekt vor anderen.

2. Soziale Kompetenz im Sport

Der Milliardär Dietmar Hopp vertritt die Ansicht, dass Sport die soziale Kompetenz schult. „Er macht fit, frischt den Geist auf und lehrt, mit banalen Situationen des Alltags besser umzugehen, zum Beispiel Niederlagen einzustecken und zu verarbeiten“, sagte der Mitbegründer des Softwarekonzerns SAP der Illustrierten BUNTE. Er habe seine Stiftung für medizinische Forschung, Sozialprojekte, Bildung und Sport ins Leben gerufen, um anderen zu helfen. „Anderen Menschen eine Freude zu bereiten kann sehr viel Spaß machen. Die wirklich wichtigen Dinge – Freundschaft, Gesundheit der Familie – kann man nicht kaufen.“

3. Merkmale sozialer Kompetenz

Neugierig sein und bleiben, gerne etwas Neues dazu lernen. Mit anderen gerne in einem Team oder einer Gruppe zusammenarbeiten. Selbst Verantwortung übernehmen. Auf die eigenen Fähigkeiten vertrauen. Zuhören können und andere ausreden lassen. Sich in andere Menschen hineinversetzen können. Andere Menschen nicht bewusst verletzen, sie respektvoll behandeln. Andere Menschen tolerieren. Andere Meinungen akzeptieren. Kompromissfähig sein. Kritik vertragen können. Nicht nachtragend sein, auch wenn man ungerecht behandelt wurde. Hilfsbereit sein

Kaum jemand kann behaupten, all diese Eigenschaften und Fähigkeiten zu haben. Deshalb ist es wichtig, an sich selbst zu arbeiten und zur Persönlichkeitsstärkung beizutragen.

4. Wann ist soziale Kompetenz gefordert

Soziale Kompetenz ist besonders dann wichtig, wenn es in der Mannschaft oder im Verein Konflikte gibt. Häufig geht es darum, Meinungsverschiedenheiten auszutragen und zu schlichten. Wichtig dabei ist, dass niemand persönlich verletzt wird oder als Verlierer dasteht.

Bei Schlichtungen kommt es besonders auf eine offene und ehrliche Kommunikation an. Folgende Punkte sind zu beachten:Aktiv zuhören. Das bedeutet vor allem aufmerksam zuhören denn viele Konflikte entstehen durch Missverständnisse.Rückmeldungen geben. Dem Gegenüber sagen, ob und wie man ihn verstanden hat.Ich-Botschaften senden. Sie sollen dem Gegenüber helfen, die Anliegen des Anderen eindeutig zu verstehen.Konkrete Vereinbarungen treffen. Am Ende sollte ein Kompromiss gefunden werden, mit dem alle gut leben können, denn sonst kann der Konflikt schnell wieder aufbrechen.

Achtung: Jeder Konfliktfall ist ein individueller Fall. Allgemeingültige Regeln können bei der Bewältigung helfen. Doch sollte jeder Fall neu aufgerollt werden, da auch bei gleich scheinenden Fällen individuelle Wertungen eine bedeutende Rolle spielen.